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Urkunden zur Geschichte der Grafen von Freiburg
14. Jahrhundert
13. Mai 1342

Graf Conrad von Freiburg verbietet, eine Mühle an dem Espach zu bauen und den von Espach, Vordern-Espach und Steurenthal, und allen seinen und des Klosters St.Peter Leuten dorthin zum Mahlen zu fahren bei einer Strafe von 5 tz D. und Heinrich dem Meier von Weiler 3 tz D.

Wir graue Conrat, herre ze Friburg, tun kunt allen den, die disen brief ansehent oder hörent lesen, daz wir gebieten, und wellens och, were, daz ieman hinanhin (fernerhin) an dem Eschbach (die Espach entspringt bei St.Peter, fließt westlich, dann südlich und fällt bei Ebnet in die Dreisam), dar umb, da bi oder dar an vuwete, oder mahte kein (irgend eine) müli, denne ietze daran gemaht sint, daz denne die von Eschbach (eine Thalgemeinde im Landamte Freiburg, die aus einzelnen Höfen in dem, von der Espach durchflossenen Espacherthal besteht), die von Nordern Eschbach (in der Aufschrift auf der Rückseite steht vorder Eschbach, wodurch also der nördliche, also gerade der hintere Theil des Thales bezeichnet wird.), die von Stürental (Steurenthal, ein Thälchen, welches sich westlich vom Eschbacher Thal in die Berge hineinzieht), und alle die lüte, die uns und daz goczhus von sant Peter (die Benediktiner-Abtei St.Peter, die hier ebenfalls begütert war) anhörnent, ze den selben mülinen niemer füllen gemalen. Wele es aber das über tetin, die sint uns, unsern erben und nachkomen schuldig worden fünf schillinge pfenning, Friburger müntze, und Heinrich dem Meiger von Wiler*, sinen erben und nachkommen drie schillinge Friburger pfenninge ze besserunge (Strafe). Har über ze urkunde und daz das war und stete sie, so hant wir unser ingesigele gehencket an disen brief. Der wart geben an dem nehesten mentag vor phingsten des iares, da man zalt von Cristes geburt drüzehen hundert und zwei und viertzig iar.

*Weiler bei Stegen, am Ausgang des Eschbachthals, gehörte früher den Schnewlin und eine Linie derselben nannte sich nach diesem Schloss und einigen Häusern zum Wiler. Schreiber, Gesch. d. St. Freib. II, 50. Gerb. Hist. N.S. II, 229.