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Weitere Erinnerungen an Eschbach von Pfarrer Hog |
NS –Zeit 1933-45
In der geistigen Opposition der damaligen Zeit suchte man auch Hilfe bei den Geistesmänner der Vergangenheit. Professor Engelbert Krebs trug uns eines Tages im Pfarrhaus in St.Märgen auswendig das Gedicht Die öffentlichen Verleumder von Gottfried Keller aus der Gedichtsammlung " Pandora" vor
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Ein Ungeziefer ruht Aus dunkler Höhle
fährt |
Er
findet, wo er geht, Die Leere dürft'ger Zeiten, Da kann er schamlos schreiten, Nun wird er ein Prophet; Auf einen Kehricht stellt Er seine Schelmenfüsse Und zischelt seine Grüsse In die verblüffte Welt
Gehüllt
in Niedertracht |
Sie
teilen aus sein Wort, Wie einst die Gottesboten Getan mit den fünf Broten, Das klecket fort und fort! Erst log allein der Hund, Nun lügen ihrer tausend; Und wie ein Sturm erbrausend, So wuchert jetzt sein Pfund.
Wenn einstmals diese Not |
Der Text war von mir zeitweise in der Kirche versteckt, wurde aber oft hervorgeholt in Pforzheim und besonders in Karlsruhe unter Freunden vorgelesen.
Die Leute der Kunst waren auch zahlreich bei der heimlichen Opposition, so auch beim Staatstheater Karlsruhe. Als die Partei zur „Befreiung des Elsaß aus französischer Herrschaft“ eine Aufführung nahe legte, nahm man Schillers: Wilhelm Tell! Der Geßler als böser Landvogt war genau wie ein SS Mann angezogen, nur anstelle der Mütze einen Helm. Bei der Stelle: 4. Akt 3. Szene
Ein allzu milder Herrscher...die Zungen sind noch frei, es ist noch nicht ganz, wie es soll gebändigt......Den kecken Geist der Freiheit will ich beugen...
an dieser Stelle machte er Pause, die Leute klatschten! 1942 spielte man den: Evangelimann von Kienzel. Damals waren schon viele im Gefängnis, auch in Karlsruhe. Die Oper musste oft wiederholt werden. Besonders bei der Stelle: „Selig sind die Verfolgung leiden und der Gerechtigkeit willen“ gab es viel Beifall und Wiederholung!