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Chronik der Eschbacher Höfe

von

Klaus Weber , St. Peter
(Erstveröffentlichung 1956 Breisgauer Nachrichten)

Der Mooshof.

Der unterste Eschbacher Hof, angrenzend an die Gemarkung Stegen, enthält heute 21 ha, um 1778 54 Jauchert. Bis zum Jahre 1806 war der Mooshof der Herrschaft des Klosters St. Peter und den Grafen von Kageneck abgabenpflichtig, da auch einige Grundstücke des Hofes zur Herrschaft in Stegen gehörten. Das Kloster bezog den Jahreszins und das Stegener Schloss Steuer und Erschatz (Ernteschatz). Nach dem Dreißigjährigen Krieg finden wir zunächst einen Bauern N. Rohrer, dessen Witwe 1666 den vom Hainehof gebürtigen Kaspar Schneider heiratet, genannt "Mooskaspel". Im Jahre 1687 kommt für drei Generationen die Familie Gehr auf den Hof. Der letzte Andreas Gehr, musste den Hof nach dem Tode des Vaters Kaspar Gehr zuerst verpachten und 1736 an Mathias Zipfel von der Berlachen verkaufen. Mathias Zipfel erstellt 1737 ein neues Hofgebäude - seine Hausinschrift ist heute noch zu lesen - und vertauschte neun Jahr später den Hof an Johann Rombach vom Benisgut ("Löwen"). Seither ist die Familie Rombach in sechs Geschlechterfolgen auf dem Hof geblieben. 1746 wurde Johann Rombach Bauer, 1767 Georg Rombach und 1811 Ignaz Rombach. Seine erste Frau fiel am Vormittag des zweiten Weihnachtstages 1839, als sie während des Gottesdienstes allein zu Hause war, einem Raubmörder zum Opfer. Der Bauer Hermann Rombach, der 1867 den Hof übernahm, wurde 1875 zum Bürgermeister gewählt. Er nahm jedoch die Wahl nicht an und musste die übliche Strafgebühr von 120 Mark in den Armenfond bezahlen. Es folgten als Hofbesitzer 1912 Karl Rombach und seit 1939 Pius Rombach.
Erstveröffentlichung: 3.8.1954 in den Breisgauer Nachrichten

Der Fusenhof

Der Hof hieß früher im Langenbach oder auf dem Bühl und wurde dann nach der Familie Fuchs Fusenhof genannt. 1611 finden wir Hans Fuchs, um 1640 Kaspar Fuchs und um 1670 Christian Fuchs. Seine Witwe heiratete 1702 Georg Gremmelspacher, der aber nur "einige Wochen hauste und hernach zu den Soldaten entlief". Den Hof übernimmt Johann Fuchs, der 1707 den Bauplatz für das Seifenhäusle an eine Seifensiederin verkauft und 1720 den Hof an einer Gant (Zwangsversteigerung) an Johann Dilger, den Sohn des Melcherbauern Melchior Dilger in Unteribental, verliert. Dieser Bauer wurde in der Belagerung der Stadt Freiburg 1744 von französischen Marodi durch einen Flintenschuß so schwer verwundet, daß er an den Folgen der Kriegsverletzung starb. Sein Sohn Thomas wird Bauer auf dem nach ihm genannten Fusenthomashof in Stegen-Rechtenbach. Den Fusenhof übernahm um 1755 Johann Dilger, 1801 Andreas Dilger und 1837 der Sohn Andreas Dilger für 6613 Gulden.
Andreas Dilger verkaufte 1857 den Hof für 8000 Gulden an den Unteribentäler Bauern Ignaz Molz, der das Gut noch am gleichen Tag zum gleichen Preis Johann und Andreas Gremmelspacher, beide Bauern in Unteribental, überläßt. Diese veräußern 1858 den Hof für 7500 Gulden an Andreas Ketterer von St. Peter-Sägendobel. Ihm folgten 1893 Josef Ketterer und 1927 Lambert Ketterer. Der 35 Hektar große Hof ist wegen seiner winterigen, haldigen Lage schwer zu Bewirtschaften, doch thront das Hofgebäude, das am 1. März 1929 abbrannte, auf einer landschaftlich einzigartigen Stelle. In einer wirtschaftlich schweren Zeit, 1932, wird Josef Schwär Besitzer.
Erstveröffentlichung: 3.8.1954 in den Breisgauer Nachrichten

Der Maierhof

Den Mittelpunkt des Klosters St. Peter in der Vogtei Eschbach bildete der Maierhof. Der Maier (=Verwalter) vertrat die Interessen des Klosters und hatte mit dem Vogt die Steuern und Abgaben einzuziehen. Er bewirtschaftete den Hof, der Eigentum des Klosters war, zu einem jährlichen Pachtzins, der sich je nach den wirtschaftlichen Verhältnissen änderte. Im Maierhof wurde auch die Dinggerichte der Bauern abgehalten. Der Maier Theubas Hauri entrichtete um 1600 jährlich auf Maitag 8 Gulden und 3 Mut Haber Pachtzins. Bei Gebäudereparaturen zahlt das Kloster den Lohn und der Maier gibt das Essen. 1657 wurde der Hof auf 8 Jahre für 41 Gulden verliehen. Da aber der jährliche Pachtzins die Instandhaltung des Hofes nicht bestritten, verlieh Abt Ulrich Bürgi am 27. Mai 1720 den Klosterhof dem Maier Christian Rombach als ein "ewiges Erblehen" zum jährlichen Zins von 50 Gulden. Dem ersten Bauern Christian Rombach, der vom Schwörerhof stammte, folgten 1756 Lorenz Rombach, danach dessen Sohn Lorenz, der aber das Anerbenrecht als jüngster Sohn an den Bruder Georg verkaufte. Dieser Georg Rombach heiratet 1790 die Erbin vom Benishof, überließ aber um 1814 seinem gleichnamigen Sohn, der die Erbin vom "Löwen" ehelichte, den Winterberg und den Benishof für 3950 Gulden. Um 1833 übernahm Andreas Rombach den Hof, 1849 folgte durch Einheirat Josef Rombach, der frühere Baldenwegbauer. Mit Eduard Rombach, der 1869 den Hof für 14000 Gulden antrat, starb die Familie Rombach aus. Seine Tochter Martine heiratete 1901 Anton Rombach von St. Peter-Ibental. Seit 1925 bewirtschaftet Pius Rombach den 50 Hektar großen Hof.
Erstveröffentlichung: 6.7.1954 in den Breisgauer Nachrichten

Der Scherpeterhof

Wie die Überlieferung berichtet, bildeten einst der Scherlenzenhof, der Scherthomashof, der Scherpeterhof und der Mathislehof, die alle nacheinander der Straße entlang liegen, einst ein einziges großes Hofgut. Dieses sei dann unter die Brüder Lorenz, Thomas und Matthias aufgeteilt worden. Diese Sage kann einer geschichtlichen Nachprüfung nicht standhalten, und zwar aus folgenden Gründen: Die Namensgeber dieser Höfe gehörten vier Familien an, lebten zu ganz verschiedenen Zeiten, und der Scherlenzenhof zählte zur Herrschaft des Klosters, während die drei anderen Höfe zur Herrschaft Sickingen gehörte. - Die Chronik des Scherpeterhofs beginnt mit einer netten Episode aus dem Familienbuch von Eschbach: "Weil der Bauer Christian Scherer keine Leibeserben hatte, stiftete er zwischen seinen beiden Befreundeten Peter Hummel und Agathe Haury eine Heirat und übergibt ihnen den Hof." Und wirklich war Peter Hummel, der aus dem Geschlecht der Hummelhofbauern stammte, viele Jahre Bauer auf dem nach ihm benannten Hof. Ihm folgte als Besitzer um 1789 Johann Hummel, 1834 Andreas Hummel, danach Johann Hummel, 1890 Linus Hummel und seit 1928 der Sohn Linus Hummel. Der Hof enthält heute 63 Hektar und ist der größte der einstigen neun sickingischen Höfe in Eschbach.
Erstveröffentlichung: 6.7.1954 in den Breisgauer Nachrichten

Das Gasthaus "Zum Löwen"

Einen zentralen Mittelpunkt der Talgemeinde bildet seit altersher das Gasthaus "Zum Löwen", dessen landwirtschaftlicher Teil, das frühere Benisgut, wesentlich älter ist als die Gaststätte. Das Benis- oder Börlinsgut lag um 1500 öd und unbewirtschaftet. Von 1570 bis 1700 finden wir neuen Bauern aus verschiedenen Familien. Um 1700 kaufte Oswald Rombach den Hof vom Kloster. Für das Wirtschaftsrecht war damals jährlich ein Spezies-Dukaten zu entrichten und von jedem geschlachtetem Stück Vieh die Zunge abzuliefern. Der Bauer Johann Rombach kaufte 1732 dem Bruder Georg Rombach den Hausplätz für die heutige Gaststätte, tauschte 1746 mit Mathias Zipfel und zieht auf den Mooshof. Bauer auf dem Benis- oder nunmehr Zipfelhof wurde 1768 Josef Zipfel, dessen Tochter Rosina 1790 den Maierhofbauern Georg Rombach heiratete, der nun beide Höfe in seiner Hand vereinigt.
Inzwischen hatte sich das Gasthaus von Georg Rombach auf Christian Beha, der 40 Jahre lang Besitzer war, 1778 auf Johann Rombach und 1810 auf dessen gleichnamigen Sohn vererbt. Seine Witwe, die Erbin vom "Löwen", heiratet 1814 Georg Rombach, der zur Ehesteuer von seinem Vater, dem obengenannten Maierhofbauern, nicht nur das Benisgut, sondern auch für 3950 Gulden den Winterberg mit Wald erhielt. Damit war die Grundlage für das heutige Gasthaus und das Hofgut (37Hektar) geschaffen. Aber Georg Rombach starb schon im Alter von 28 Jahren. Als Besitzer folgten 1820 der Bruder Peter Rombach, der einige Jahre den Berlachenhof besaß, 1860 Karl Rombach, zeitweise Eigentümer des Birkjörglehof in Unteribental und 1894 Pius Rombach, der 30 Jahre lang, vier Wahlperioden hindurch, das Amt des Bürgermeisters versah. Seit 1935 führt Otto Rombach Hof und Gaststätte.

Der Hummelhof

St. Peter. Mit dem Leben des Dorfes allzeit verbunden ist der Hummelhof durch seine zentrale Lage. Er hieß einst der Unterspielhof und bestand ursprünglich aus zwei Gütern. Viele Jahrzehnte war die Eschbacher Wirtsstube mit dem Hof vereint. Während die Schmiede schon vor 1700 und vermutlich auch die Mühle vom Hof abgetrennt wurde, blieb die schon um 1500 genannte Säge bis heute beim Hofe. Während des Dreißigjährigen Krieges saß eine Familie Schnetz auf dem Hofe. Aber der letzte seines Geschlechtes ist "sinnlos geworden". Von der Familie Schnetz kam der Hof um 1690 an den Schmied Jakob Fehrenbach und 1694 an das Kloster, das ihn 1699 für 2350 Gulden an Bertle Hummel vom Hulochhof verkaufte. Ihm folgten seine Nachkommen 1725 Georg Hummel, um 1755 Vogt Johann Hummel und 1804 Jakob Hummel, der im Kriegsjahr 1814 34 jährig stirbt. Seine Witwe, eine Neubauerntochter, heiratet Andreas Gremmelspacher vom Martinshof. Der älteste Sohn Andreas stirbt 1879 als Pfarrer von Schönenbach. Der Hoferbe Johann Gremmelspacher kauft 1840 den Birkjörglehof in Unteribental mit dem Weberdobelgut für 16000 Gulden, wird dort 17 Jahre Bürgermeister, übernimmt erst nach dem Tode des Vaters 1867 den Hummelhof und erhält auch in Eschbach die Bürgermeisterwürde. Sein Sohn Andreas kommt erst 50 jährig zur Hofübernahme und heiratet und stirbt 1901 kinderlos als Altbürgermeister. Die drei Hummelbauern Gremmelspacher waren zusammen neunmal verheiratet. Der Hof gelangte dann in den Besitz von Gerhard Faller, dessen Tochter 1919 Josef Hummel vom Scherpeterhof heiratet. Damit kam der Hof an die Familie Hummel zurück, die ihn schon vor 250 Jahren bewirtschaftete.

Der Scherlehof

Den zweiten Hof im Obertal besaß im Jahre 1570 Bartlin Berlacher. Vor und während des Dreißigjährigen Krieges war Andreas Schwehr Bauer, danach Martin Sommerer und seit 1655 durch Einheirat Michael Schnetz. Sein jüngster Sohn Jakob verkauft das Anerbenrecht für 25 Gulden, das war der Wert einer guten Nutzkuh, an den Bruder Andreas Schnetz, der um 1700 den Hof mit dem Langeckbauern Jakob Scherer, der vom Scherlenzenhof stammte, tauscht. Seither blieb der Hof im Familienbesitz. Die Nachkommen des Jakob Scherer trugen alle den Vornamen Josef; sie übernahmen den Hof um 1704, 1745, 1774, 1800 und 1850. Durch Einheirat kamen auf den 36 Hektar großen Hof 1882 Karl Tritschler vom Altenvogtshof in Wiesneck, 1909 Maurermeister Jakob Kult, der spätere verdienstvolle Bürgermeister und 1954 Stefan Wehrle vom Lindlehof. Unter der Amtszeit des Vogtes Josef Scherer wurde nicht nur 1763 die Straße nach St. Peter stark verbessert, sondern auch die St. Jakobskapelle neu errichtet, die bereits in den Jahren 1580 und 1649 neu hergestellt worden war. Die heutige Pfarrkirche wurde 1787 erbaut, und zwar mit dem Material der auf Befehl des Kaisers abgebrochenen Kapelle auf dem Lindenberg. Im Jahre 1790 fand die Weihe der neuen Kirche und die Einführung des ersten Pfarrers statt. Der Pfarrer Pater Ottmar Brogli (1799 bis 1821), der das Familienbuch anlegte, hinterließ neun Stiftungen, davon drei für Eschbach.

Der Schwabenhof

Ein reicher Urkunden und Aktenbestand liegt über den Schwabenhof vor, weil der Hof, einst Glitzenhof genannt, von zwei Herrschaften abhängig war: den Edlen von Landegg, deren Nachfolger die Freiherren von Sickingen waren, und dem Kloster, in deren Bezirk aber nur ein halbes Lehen, der Bräunlinsberg, gehörte. Im Jahre 1538 stellte Christoffel von Landegg in Ebnet für den Bauern Wilhelm Geyser einen Lehensbrief aus, den 1586 Dorothea von Landegg geborene von Reischach für den Schwiegersohn Martin Iber erneuerte. Der Bauer wird schon damals ermahnt, den Hof stets in Ehren zu halten und die Lehensbräuche zu beachten. Die Rechte des Klosters wurden im Vertrag von 1610 festgelegt. Auf Martin Iber, der 1629 starb, folgten Jerg Iber, Stoffel Iber, Simon Iber, um 1676 durch Einheirat Daniel Schnetz, der 1702 einen Hausplatz für eine Schmiede verkaufte, um 1709 Jakob Iber. Der nächste Bauer Jakob Lickert stammte aus Wagensteig, seine Witwe heiratet 1736 Christian Gremmelspacher von Wiesneck, den späteren Schafbauer in St. Peter. Den Hof übernehmen 1755 Johann Lickert, von dem noch heute Geistergeschichten erzählt werden, um 1788 durch Einheirat Peter Thoma von Kirchzarten und 1821 der Schwiegersohn Johann Hauser von Himmelreich. Unter der ausdrücklichen Bedingung, daß er die Elisabeth Schwörer von Jostal heirate, erhielt 1850 der Sohn Karl Hauser das Hofgut, das er aber schon zehn Jahre später mit Einwilligung seiner Eltern verkauft. In der dunkelsten Zeit des Hofes waren Besitzer 1860 Altbürgermeister Michael Vogt von Föhrenschallstadt, 1862 Martin Wagner von Wolfenweiler, 1863 Benedikt Kreuz und Lorenz Maier von St. Peter und 1875 zwei Freiburger Handelsleute. Im gleichen Jahr ertauschte Anton Läufer von Prechtal für 12000 Gulden Aufgeld den Hof (heute 42 Hektar), der unter der Familie Läufer, seit 1936 ist Leo Läufer Bauer, eine neue Blütezeit erlebt.

Hinterbauernhof

Zu hinterst im Ortsteil Stürental liegt der Hinterbauernhof, angrenzend an die Gemarkung Föhrental, Ohrensbach und Wittental, mit 71 ha und früher 186 Juchert heute der größte Bauernhof von Eschbach. Bis 1587 war die Familie Schmelzeisen auf dem Hof, dann folgte Christian Gassenschmidt und von etwa 1628 bis 1692 die Familie Vetter. Mathis Gremmelspacher vom Martinshof kaufte von seinem Schwager Andreas Vetter 1692 den Hof. Als das Gebäude 1715 verbrannte, fand die Altbäuerin den Tod. Mathis Gremmelspachers Tochter Maria heiratete 1714 Georg Rombach aus Wagesteig. Seine Nachkommen verblieben bis heute im Besitz des Hofes: Um 1740 Mathias Rombach*, 1775 Vogt Michael Rombach, 1826 Christian Rombach, 1864 Andreas Rombach, 1892 Pius Rombach und 1928 Leo Rombach. - Unter der Amtszeit des Vogtes Michael Rombach begannen 1797 jene Verhandlungen über die Aufteilung des Allmendwaldes, die drei Jahre später wie folgt abgeschlossen wurden: Das Kloster behielt seinen Anteil zu einem Drittel mit 39 Juchert, die restlichen 119 Juchert wurden durch Los an die 17 Teilhaber aufgeteilt. Im Teilungsvertrag wurde vereinbart, dass die Waldnutzung nur nach der Waldordnung erfolgen darf und die Hummelmatte auch weiterhin der Farrenhaltung dienen soll.
Mathias Rombach ließ 1758 den Speicher bauen.

Der Martinshof

Durch Reichtum und Ansehen seiner Bauern war weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt der zweithinderste Hof im Stürental, der Martinshof. Schon um 1576 besass die Familie Gremmelspacher vorrübergehend den Hof, auf dem sie sich dann von 1630 bis 1924, 300 Jahre hindurch, in acht Geschlechterfolgen nachweisen lässt. Die einzelnen Bauern waren um 1630 Philipp Gremmelspacher, 1682 Georg Gremmelspacher, 1721 der Vogt Mathias Gremmelspacher, nach 1766 Martin Gremmelspacher, ab 1791 der gleichnamige Sohn, 1839 Johann Georg Gremmelspacher, der viele Jahre Bürgermeister war und für die Pfarrkirche von Eschbach die große Glocke stiftete, 1873 Roman Gremmelspacher und danach sein Sohn Max, der 1924 im Alter von 40 Jahren ledig starb. Im Jahre 1926 kam der Hof durch Einheirat an Wilhelm Ketterer vom Zieglerhof in Stegen. Heute wird der Hof von einem Flüchtling bewirtschaftet (61 ha). Der Bauer Martin Gremmelspacher hatte sich 1769 zu einer außergewöhnlichen Tat entschlossen: er ließ das Hofgebäude abreißen und neu aufbauen. Es trug die Inschrift:" Dieses Haus steht in Gottes Hand, Gott behüte es vor Feuer, Wasser und Brand". Von zeitgemässer Gültigkeit ist der etwas scherzhafte Nachspruch des damaligen Zimmermeisters:" Das Bauen ist eine Lust, was das kost, hab ich nie gewusst". Das Hofgebäude ist 1930 nach einem Brand wieder aufgebaut worden.

Der Schererhof

Der vorderste Hof im Ortsteil Stürental, der Schererhof, ist von allen Eschbacher Höfen am längsten in Familienbesitz. Seit mindestens 390 Jahren lassen sich die Familien Hauri und Gremmelspacher in ununterbrochener Geschlechterfolge feststellen. 1560/70 ist Hans Hauri als Bauer genannt, 1576 bis 1615 der langjährige Vogt Zacharias Hauri und 1629 stirbt der Vogt Thebus Hauri. Im gleichen Jahr kam Mathis Gremmelspacher durch Einheirat auf den Hof, der nun in neun Generationen dieser Familie verbleibt: 1670 Vogt Johann Gremmelspacher, 1714 Vogt Mathias Gremmelspacher, 1755 Andreas Gremmelspacher, 1787 Georg Gremmelspacher, 1820 der Sohn Georg Gremmelspacher, 1851 Josef Gremmelspacher, 1890 Otto Gremmelspacher und seit 1933 Max Gremmelspacher. Sonderbarerweise hat der Hof seinen Namen von einem Steifvater, der 1743 auf den Hof heiratete. Der Hof hatte 1778 148 Jauchert und umfasst heute 34 ha. Das Gebäude stand früher am Stürentaler Weg, brannte jedoch 1866 ab und wurde im Dobel an der heutigen Stelle wieder errichtet. Das sogenannte Schreinerhäusle war schon vor 1700 vom Hof abgetrennt worden. Bis in die neunziger Jahre hinein wurden an den Berghängen des Stürentals Reben gepflanzt, deren Wein, eine Art Glottertäler, an benachbarte Wirtschaften verkauft wurde.

Der Bammertenhof

Der zweite Hof im Stürental gehörte vor 1600 drei Generationen der Familie Schäfer, bis Hans Schäfer jung zwei Jahre nach der Hofübernahme 1611 an der Pest stirbt. Von den sechs Besitzern zwischen 1612 und 1672 zählten drei zur Familie Fuchs. 1672 kam der Hof in den Besitz des Paul Rotsinger, um 1701 folgte der Sohn Lorenz Rotsinger und um 1740 der Schwiegersohn Mathias Birkenmeyer, genannt der Bannwart. Auch er hatte nur Töchter, von denen Magdalena den Hof erhielt und 1772 Christian Ruef vom Rotenhof in Zarten heiratete. Der Sohn Martin Ruef starb 1811 als Bauer zwei Monate nach der Heirat. Die Witwe ehelichte 1812 Adam Schweizer, der vom Oberbauernhof in Kirchzarten-Dietenbach stammte und 1835 das Wohnhaus erbaute. Seine Nachkommen auf dem Hof sind 1852 Johann Schweizer, 1886 Andreas Schweizer und seit 1929 Andreas Schweizer. Auffallend ist die kurze Lebens- und Regierungszeit der meisten Bauern. Obwohl von 1612 bis 1851 mindestens zehn Bauern durch Einheirat auf den Hof kamen, blieb der Hof seit rund 300 Jahren in Familienbesitz.
Der Bauer Lorenz Rotsinger hatte 1708 sein Berghäusle auf der Eck verkauft und 1716 gegen Norden ein neues Berhaus erstellt, das aber 1858 abbrannte und nur noch als Viehhütte aufgebaut wurde, weil die Bewohner beim Brand das Vieh nicht retten konnten. Überhaupt haben die Eschbacher Berghäusle ihr eigenes Schicksal: die Mehrzahl ist im Laufe der Zeit selbstständig geworden, vom Rest finden einige wie anderwärts als Wochenendhäuser Verwendung oder stehen leer und nur zwei oder drei dienen noch heute ihrer alten Bestimmung.

Der Thomelinshof

Der Hof hieß einst nach dem langen Dobel gegen die Rechtenbacher Höfe hinauf der Böglinspach, und ebenso wie der Familienname Steurentaler auf das Stürental zurückgeht, so lässt sich der Name Begelspacher von diesem alten Hofnamen ableiten. Doch das liegt weit zurück. Im Jahre 1493 sandte der Markgraf von Baden-Hochberg, der weltliche Herr des Klosters, dem Abt eine Rechtfertigung, weil er den damaligen Besitzer vor ein Landgericht gestellt und das Gut beschlagnahmt hatte. Der Pestseuche fällt 1611 der Bauer Gallus Kern zum Opfer. Um 1666 hatte eine Tochter des Hofes nach Buchenbach geheiratet. Da ihr Ehemann somit Vermögen aus der einen Herrschaft in eine andere abführte, sollte er den üblichen Abzug entrichten. Obwohl der Abt den Betrag von 44 Gulden auf 28 ermässigte, erklärte der Ehemann, wenn er das gewusst hätte, hätte er eine andere geheiratet.
Durch Einheirat kam 1675 Lorenz Faller vom Grundhof auf den Hof. Ihm folgte 1704 Thomas Faller, der Namensgeber des Hofes, der 1723 einen Hausplatz verkauft, um 1744 Andreas Faller, 1773 der Sohn Andreas Faller und um 1800 dessen Sohn Andreas Faller. Seine Ehe mit der 18 jährigen Felixenhoftochter war so unglücklich, das der Hof an den Schwager Josef Steiert zunächst verpachtet und 1823 verkauft werden musste. Die weiteren Besitzer waren 1844 Josef Steiert, 1884 Adlof Wernet von Biedernach, 1906 Josef Wernet und 1937 Berhard Schuler vom Berlacherhof. Als 1823 das Hofgebäude abbrannte, wurde der heutige Vetterhansenhof (8 Hektar) abgetrennt, der eine der ganz wenigen Hofkapellen besitzt.

Der Hainehof

Nach dem Schererhof ist der Hainehof, das vorderste Gut in Hintereschbach, von den früheren Erblehenhöfen am längsten in Familienbesitz. Um 1550 war Hans Wolleb Besitzer und von 1570 bis gegen 1690 mit sechs Bauern die Familie Schneider. Um 1695 kauft der aus der Schweiz zugezogene Haine Salenbacher den Hof, der seither im Eigentum seiner Nachkommen blieb: 1703 Jakob Salenbacher, 1708 dessen Bruder Johann, 1736 Matthäus Salenbacher, danach dessen Bruder Josef, 1762 Johann Salenbacher, 1797 Matrin Salenbacher, 1830 Georg Salenbacher, 1865 Josef Salenbacher, 1900 Pius Salenbacher und seit 1936 Hermann Salenbacher. Der Hainehof enthielt 1778 225 Juchert und hat heute noch 61 Hektar. Schon Haine Salenbach hatte von seinem Hof zwei größere Güter abgetrennt: um 1702 für den Sohn Johann den Kapphof (12 Hektar) mit einem neuerbauten Häusle und 1697 für den Schwiegersohn Mathias Haury, einem Salzhändler aus Wagensteig, den Salzhof, der seit 1855 im Besitz der Familie Schuler ist. Das sagenumwobene "Salzbuben-Kreuz", nahe der Föhrentäler Gemarkungsgrenze, erinnert an die Notwehr der Bauern in Kriegszeiten. Das Gebiet des Kapphofs und Salzhofs (22 ha) hieß einst die Rutstauden. Zu ihr gehörte auch der Molzhof (11 ha), der aber schon vor 1690 aus einer Rodung im Allmendwald entstanden war. Das eigentliche Berghäusle des Hainehofs aber war der Klausenhof (12 ha), der nunmehr seit vier Generationen im Eigentum der Familie Faller ist.

Der Pfisterhof

Auf dem Pfisterhof, heute der hinterste Hof in Hintereschbach, sass um 1576 Ludin Gremmelspacher. Bei einer Vernehmung über die Jagdrechte gab er 1581 zu Protokoll, er sei 51 Jahre alt, auf dem Schafthof in St. Peter geboren und erzogen und er habe zur Winterszeit, wenn Spur vorhanden, jagen helfen. Als seine Witwe Katharina Iber 1608 starb, übernahm der Sohn Thomas Gremmelspacher den Hof. Nach seinem Tode 1630, mitten im Dreißigjährigen Krieg, wurde der Tochtermann Georg Haury Bauer auf dem Pfisterhof. Er stammte wahrscheinlich vom Schererhof und starb 1663, 60 Jahre alt. Nach seinem Tode kam der Hof an die Familie Pfister. Als Besitzer dieser Familie sind genannt 1659 Mathias Pfister, 1684 der Sohn Mathis Pfister, dessen Frau Katharina Gremmelspacher vom Schererhof stammte, 1722 Josef Pfister, um 1753 Christian Pfister und 1789 Mathias Pfister. Seine älteste Tochter aus erster Ehe verehelichte sich 1809 mit Josef Saum vom Kreuzhof, dem späteren Vogt von Eschbach. Aber nachdem sein gleichnamiger Sohn schon im Alter von 28 Jahren starb, heiratete die Witwe 1846 Andreas Rombach vom Felixenhof. Nachdem das einzige Kind aus erster Ehe, die spätere Hinterbäuerin, für 1000 Gulden auf das Erbrecht verzichtet hatte, erhält 1870 die Tochter Karoline den Hof für 10.000 Gulden und heiratet Berhard Steiert, den bisherigen Besitzer vom Scherthomashof. Die Eheleute teilten das Hofgut: Der Sohn Otto übernahm den Pfisterhäuslehof (36 ha) und der Schwiegersohn Pius Dold den Pfisterhof (27 ha). Pius Dold ist der vierte Bauer, der innerhalb von hundert Jahren durch Einheirat auf den Hof kam. Der Hof umfasste 1778 167 Juchert.

Der Felixenhof

Der größte der alten Eschbacher Erblehenhöfe, der Felixenhof, besteht nicht mehr. Ein mächtiges Waldgebiet dehnt sich heute dort aus, wo einst die Felder des Felixenhofs lagen. Nach mehrmaligen Besitzwechsel ist 1660 Matthäus Hauri als Bauer genannt. Sein Sohn Mathias Hauri hatte nur vier Töchter. Die jüngste davon, Christine, heiratet um 1728 den späteren Vogt Georg Rombach vom Schwörerhof. Sein Sohn Felix Rombach, der 1773 den Hof übernahm, war 47 Jahr Besitzer, einige Jahre Vogt und eine außergewöhnliche Bauernpersönlichkeit. Er hatte allein 1786 für 1400 Gulden 2000 Klafter Holz an die Flossinspektion verkauft. Im Jahre 1822 übernahm Andreas Rombach den 328 Juchert großen Hof für 6800 Gulden. Vielleicht war es das viele Geld, das ihn dazu verleitete, am 4. Juni 1857 den neuvermessenen Hof mit 113 Morgen Wald für 35000 Gulden an den Staat zu verkaufen. Aufkäufer war Bezirksförster Beck, der auch den Klunkerhof in Oberglottertal und den Breitmooshof in Hinterstrass an den Staat brachte. Im Kaufvertrag war ausbedungen, daß der Verkäufer das Wohnhaus und die Hauskapelle noch bis 1. Juni 1859 benutzen kann. Die alte Witfrau im Felixenhäusle musste sich 1859 damit einverstanden erklären, dass auch das Berghäusle nach ihrem Tode abgebrochen werden kann. Nach Überlieferung sollen über 70 Arbeiter den Felixenhof aufgeforstet haben. Der Hof hatte einst eigenes Jagdrecht. Erst 1877 starb der Altbauer Andreas Rombach im Alter von 84 Jahren.
Der Staat konnte später seinen Güterkomplex in Hintereschbach noch weiter vergrößern. Er kaufte 1893 das Gut im Klingeledobel (9 ha), das 1700 in mühseliger Rodungsarbeit entstanden war, und im Jahre 1902 das 13 ha umfassende Gabelsgütle, das im Jahre 1696 selbständig geworden war, als der Felixenbauer Mathis Hauri Felder an den Schwiegersohn Gabriel Fehrenbach verkaufte.

Der Zipfeljockenhof

Der heute 30 Hektar große Hof war einst als ein Lehen veranlagt. Der Bauer Michael Eberhart hatte im Jahre 1570 folgende Abgaben zu leisten: für die Grundherrschaft jährlich 6 1/2 Schilling Bodenzins auf Martini, 4 Sester Hafer, 1 Käs, 1 Huhn, je 1 Pfennig Oster- und Michelseier und an Frondiensten jeweils für einen Mann ein Tag mähen und zwei Tage heuen, sowie der weltlichen Obrigkeit je 2 Schilling Steuer auf Thomastag, Gallentag und Maientag, 3 1/2 Pfennig Holzgeld und von jeder Hofstatt ein Huhn auf Gallentag und Fasnacht. Das Abgabesystem war in seiner Vielfalt mehr unpraktisch als drückend, blieb aber Jahrhunderte hindurch unverändert. Alle Höfe hatten entsprechend ihrer Lehenszahl, die größeren umfassten bis zu 3 Lehen, den gleichen Verpflichtungen nachzukommen. Nach 1770 wurden die Naturalabgaben in Geld angerechnet. Bei der Ablösung und Neuveranlagung durch den badischen Staat vertrat der nachgenannte Bauer Josef Saum die Interessen der Gemeinde. – Nach dem dreissigjährigen Krieg war die Familie Hug Besitzer, 1694 kaufte das Kloster den Hof, damals Oberspielhof oder Ebne genannt, überliess aber 1699 das Gut an Christian Zipfel. Als weitere Bauern regierten um 1734 Jakob Zipfel, 1784 Christian Zipfel, 1802 durch Einheirat Josef Saum, der spätere Pfisterbauer, 1803 Josef Zipfel und 1843 als der letzte seiner Familie Christian Zipfel. Sein Tochter heiratete 1881 Johann Rombach von Wagensteig. Seit 1907 sind die Geschwister Wehrle Eigentümer. Das Hofgebäude ist nach dem Brand vom 10. Februar 1935 neu aufgebaut worden.

Der Scherlenzenhof

Auch der Scherlenzenhof, früher Langeck genannt, ist nach einer bewegten Vergangenheit nicht mehr in Bauernbesitz. Mehrere Familien lösten einander ab, bis um 1665 der Witwer Johann Scherer auf den Hof heiratete. Er verkaufte 1669 einen Bauplatz. Johann Scherers Nachkommen waren um 1676 Lorenz Scherer, von dem der Hof seinen Namen hat, 1710 Mathias Scherer und 1757 Andreas Scherer. Sein einziger Sohn verunglückt im Alter von 19 Jahren beim Holzhauen. Daher übernimmt Ursula, die jüngste Tochter, den 225 Juchert grossen Hof und heiratet 1780 den 18 Jahre alten Johann Hummel vom Hummelhof. Er schloss 1831 seine zweite Ehe, während im gleichen Jahr auch sein Sohn Ignaz Hummel heiratet. Das Verhältnis zur Stiefmutter war nicht besonders gut, sodass sie auf dem Sterbebett jene drei bekannten Wünsche aussprach. 1864 verbrannte der Hof mit der Ernte von drei Jahren und die späteren Besitzer, von 1875 an Ignaz Hummel und nach 1907 Max Hummel, hatten bei ihrer Bauernarbeit kein rechtes Glück mehr. Den Hof kaufte 1917 ein Privatgelehrter und 1926 die Stiftungsverwaltung. Von dem ehemals 58 ha grossen Hof kam 26 ha Wald an die Gemeinde; der Pächter Albert Riesle bewirtschaftet noch 19 ha.
Zum Scherlenzenhof gehörten auch einst der Langeckhof (18 ha), auf dem seit dem schweren Brandunglück von 1744 die Familie Schuler sitzt, und das Hilzhäusle, das seit etwa 1760 in Familienbesitz ist, wenn auch in sechs Generationen nicht weniger als fünf Mal eine Tochter das Anwesen übernahm.
(1955: heutige Betriebsgrösse: 32 ha, davon 19 ha verpachtet)

Der Humichelhof

Der letzte Hof auf der südlichen Straßenseite im Obertal hieß einst nach seiner Verkehrslage "An der Steig". Bereits 1576 ist die Familie Rohrer als Besitzerin genannt. Zu Ende des dreißigjährigen Krieges heiratete Georg Haury die Erbin Christina Rohrer. Seine Nachfolger auf dem Hof sind um 1670 Martin Haury und um 1702 Andreas Haury, dessen Tochter 1742 Georg Schlegel heiratet. Als dieser aber 1754 den elterlichen Schlegelhansenhof in Unteribental übernimmt, verkauft er im gleichen Jahr den Hof für 3900 Gulden an Michael Hug, den bisherigen Pächter vom Steingrubenhof. Michael Hug, der dem 1754 neuerbauten Hof den Namen gibt, war "ein zu jedem öffentlichen Geschäfte tauglicher Mann", stirbt aber mit Hinterlassung vieler Schulden. Der zweite Mann seiner Witwe, Johann Georg Rombach, treibt im Leibgeding einen schwungvollen Uhrenhandel und war seit 1815 im "Freistaat Amerika" verschollen. Die weiteren Besitzer auf dem Humichelhof waren 1777 Michel Hug, 1815 Lorenz Hug, 1842 Johann Hug und 1876 Karl Hug. Seine Tochter Regine heiratet 1926 Karl Läufer. Die Hofgrösse betrug 1778 145 Juchert, heute 35 ha. Auch der Renzenhof (23 ha), heute im Besitz des Hauses Lindenberg, gehörte einst als Berghäusle zu diesem Hof, ist aber schon vor 1700 selbständig geworden. Die Besitzer des Renzenhofs, besonders die Familie Hauri (bis etwa 1750), waren allzeit eng mit der Lindenberger Wallfahrt verbunden.

Der Schwörerhof

Der Schwörerhof im Obertal weist die für Eschbach typische Hofanlage auf: Wohnhaus und Scheuer mit Stallung sind getrennt gebaut, wie dies auch bei den grösseren Höfen der Fall ist. Diese Bauweise ist aber beim Schwörerhof nicht etwa auf einen Brand zurückzuführen, sondern der Ökonomieteil wurde vor etwa hundert Jahren durch den Bau eines besonderen Wohnhauses vergrößert.
Im Jahre 1608 hatte der Bauer Hans Schäfer die seltene Erlaubnis erhalten, eine Mahlmühle zu erstellen. Später konnten wohl alle Höfe als sichtbares Zeichen ihrer Selbständigkeit und Unabhängigkeit ihre eigenen Wasserradmühlen bauen, von denen jedoch heute nur noch drei in Betrieb sind. Von der Familie Schäfer kam der Hof 1682 an Philipp Rombach vom Luxhof, dessen Sohn Mathias Rombach aber im Kriegsjahr 1713, vier Jahre nach der Heirat, stirbt. Der zweite Mann seiner Witwe, Georg Schwörer von St. Märgen, verunglückt 1742 tödlich. Die Anerbin Anna Rombach heiratet um 1735 Josef Zimmermann, dem um 1775 Georg Zimmermann, 1801 Josef Zimmermann und 1830 wieder ein Josef Zimmermann folgen. Des letzteren Witwe überlässt 1848 den Hof ihrem Schwager Mathias Reiner, dem letzten Reinerbauer von St. Peter. Die älteste Tochter Franziska übernahm 1864 den Hof und heiratete Johann Tritschler, der auch einige Jahre eine Gaststätte betrieb. 1880 kam es zur Gant und 1884 wurde Xaver Maier von Prechtal Besitzer. Von seinen zwölf Kindern wanderten acht nach Amerika aus, die Tochter Maria heiratet 1900 Josef Fehr, dessen Sohn Pius Fehr seit 1933 den Hof führt.

Der Oberbauernhof

Zuoberst im Obertal, angrenzend an die Gemarkung St. Peter, liegt der 48 ha große Oberbauernhof. Das Hofgebäude war am 24. Februar 1911 abgebrannt und als Wohnhaus und Scheuer getrennt wieder aufgebaut worden. Um 1500 ist Bartlin Böglinspacher als Bauer genannt und um 1576 Jerg Schwer. Seinem Nachfolger Andreas Schwer rafft das Pestjahr 1610 zwei Ehefrauen weg. Zwei Jahre später erhält Mathis Valler die Erlaubnis, eine Mühle zu bauen, daher entrichtete er noch 1627 Mühlenzins. Im Dreissigjährigen Krieg kam dann die Familie Wick auf den Hof: Um 1630 Georg Wick, um 1663 Lorenz Wick, um 1700 Mathias Wick, danach ab 1716 der Tochtermann Matias Saum, der spätere Kreuzbauer, und 1734 Christian Wick, Vogt. Die Tochter Magdalena heiratet 1774 Lorenz Rombach vom Hinterbauernhof, 1820 wird Johann Rombach Bauer. Von seien zwei Töchtern übernimmt Maria 1866 den Hof für 11000 Gulden und heiratet Ferdinand Rombach vom Hinterbauernhof. Im Jahr 1904 überließen die kinderlosen Eheleute das Hofgut der Stefanie Hug, die sich noch im gleichen Jahre mit Pius Andris vom Mathislehof in Unteribental verehelichte. Der Hoferbe Franz Josef Andris ist bei Stalingrad vermisst. 1952 trat Pius Andris den Hof an.
Wohl unter der Familie Schwer wurde der Schönberghof (26ha), der seit 1807 im Besitz der Familie Ganz ist, vom Oberbauernhof abgetrennt. Beide Höfe waren in der Klosterzeit gemeinsam zur Steuer veranlagt.

Das Gasthaus “Zum Engel”

Ebenso wie die Wohnhäuser von Schwaben- und Hummelhof weist auch das Gasthaus “Zum Engel) jene eigenartige quadratische Bauanlage auf, die der Volksmund die “Franzosenform” nennt. 1558 besaß der Vogt Hans Hering den zwei Lehen großen Hof, der zur Herrschaft Sickingen gehörte. Um 1700 war Caspar Wick Bauer und danach sein Sohn Josef Wick, der 1743 erstmals als Wirt genannt wird. Die Tochter Maria Wick heiratete den Rösslewirt Lorenz Bank in Zarten und verpachtete das Gut an Christian Steyert von Höfen. Nach dem Tode des Pächters übernahm 1794 der zwanzigjährige Andreas Bank Hof und Wirtschaft. Ihm folget 1814 durch Einheirat Josef Hummel vom Scherlenzenhof, 1822 der 21 Jahre alte Johann Bank, 1831 durch Einheirat Josef Gremmelspacher vom Martinshof und 1869 nochmals ein Johann Bank. Im Jahre 1888 erwarb Adelbert Dold vom Doldenhof in St. Peter die Gaststätte und den Hof mit Berghäusle und 36 Hektar Feld. Adelbert Dold verschaffte dem Betrieb einen angesehenen Ruf. 1918 übernahm Leo Dold das Anwesen. Seit fast 200 Jahren lassen sich in jeder Generation verwandtschaftliche Verbindungen zu auswärtigen Gaststätten feststellen.

Das Benisgut

Zwischen 1611 und 1660 sind fünf verschiedene Bauern genannt. Ihnen folgt 1681:
1. Salenbach Heinrich + 1703, “ ist aus der Schweiz hierher gekommen”, zuerst Bauer auf dem Benisgut, verkauft am 9. November 1688 an Georg Kaltenbach einen Obstgarten samt daran gelegenen Rain zum Bau eines Hauses (heute Kaufmann Scherer). Haine Salenbacher zieht später nach Hintereschbach auf den nach ihm benannten Hainehof. Er heiratet 1664 Agatha Braun von der Steigbrück in St. Peter.
2. Rombach Oswald + 1708 vom Luxhof in St. Peter, Bauer auf dem Börlins- oder Benisgut, kauft um 1700 den Hof vom Kloster St. Peter, das seit 1695 Eigentümerin des Gutes war.
Heirat 1681 Katharina Ganter + 1719, 9 Kinder, Johann Nr. 4
3. Pfaff Thomas 1682-1731, “Wirt und Bauer in Eschbach”. Sein Vater Jakob Pfaff war Müller und Wirt in Eschbach und wurde der “Buxenwäscher” genannt.
Heirat 1708 Katharina Ganter + 1719, Hofwitwe
Heirat 1720 Agatha Gremmelspacher + 1750
Der Sohn Johann wird Rotenbauer in Waldau, wo die Familie Pfaff heute noch sitzt.
4. Rombach Johann geb. 1702, genannt “Buchserhannes”, Bauer auf dem Börlinsgut in Eschbach, seit 1731, Wirt in Eschbach. Verkauft 1732 seinem Bruder Georg ein Stück Feld zur Erbauung eines Häusleins (jetzt Löwenwirtshaus).
Tauscht 1746 mit Mathias Zipfel und zieht auf den Mooshof. Heirat 1731 Maria Schlegel von Unteribental.
5. Zipfel Mathias, ab der Berlachen, zuerst Pächter, dann Besitzer des Mooshofs, tauscht 1746 mit Johann Rombach (Nr. 4) und wird Bauer auf dem Börlinsgut. Heirat um 1736 Magdalena Schwarz. 6 Kinder, Josef Nr. 6, Heirat 1755 Katharina Fehr + 1769, Witwe.
6. Zipfel Josef 1746 – 1810 “Bauer aufm Benis-oder Börlinsgut”, Heirat 1768 Maria Pfister + 1814 vom Gabelsdobel, 2 Töchter. Maria heiratet 1794 auf einen Hof im Himmelreich, und Rosina Nr. 7
7. Rombach Georg 1758 – 1820, Bauer auf dem Maierhof, wird durch Einheirat zugleich Inhaber vom Benisgut. Heirat 1790 Rosina Zipfel 1770 – 1842, Tochter und Lehensbesitzerin vom Benis- oder Zipfelhof. 11 Kinder, Georg Nr. 8, Peter siehe Gasthaus “Löwen”.
8. Rombach Georg 1791 – 1819 vom Maierhof, durch Einheirat Gastwirt “Zum Löwen”, durch Kauf Bauer auf dem Benisgut.
Am 28. April 1814 wurde der Winterberg des Maierhofs samt obenan gelegenem Wäldchen zur Ehesteuer des Sohnes Georg Rombach an das Löwenwirtshaus vom Vater Georg Rombach (Nr. 7) abgetreten. Zur gleichen Zeit ward auch der Zipfels- oder Benishof an den Sohn Georg Rombach verkauft und nahm nach zwei Jahren den wirklichen, nutznießerischen Besitz davon. Der Verkauf des Winterbergs und des Zipfelhofs geschah um 3950 Gulden rheinisch.
Heirat 1814 Magdalena Wiederle 1788 – 1866, Witwe des Löwenwirts Johann Rombach. 2 Töchter.

Der Mathislehof

Seit sechs Generationen sitzt auf dem ehemals Sickingischen Mathislehof die Familie Rombach, wohl das größte Bauerngeschlecht zwischen Neustadt und Freiburg. Schon vor 1500 ist die Familie auf mehreren Höfen in Neukirch nachweisbar, wo sie rund 500 Jahre das "Rössle" besaß, und um 1700 ist sie bereits auf sieben Höfen in St. Peter zu finden, ohne daß eine verwandtschaftliche Zusammengehörigkeit dieser Bauern festgestellt werden könnte. Die Familie Rombach hatte einst auch in St. Märgen und besonders in Wagensteig viele stattliche Höfe in Besitz, von Wagensteig stammt die Linie vom Hinterbauernhof. Allein vom bedeutensten Stammsitz der Sippe, dem Luxhof in St. Peter, der von 1570 bis 1880 im Eigentum der Familie war, gelangte sie im Laufe der Zeit auf über 30 Bauernhöfer und Gasthäuser. Vom Luxhof kamen auch zwischen 1680/90 die Brüder Oswald und Philipp Rombach als Bauern auf den Benis- und Schwörerhof in Eschbach, wo die Familie bald in Vergangenheit und Gegenwart die größte wurde.
Von der Abzweigung auf dem Maierhof stammte Mathias Rombach, der 1736 die junge Witwe vom Mathislehof heiratete, der vorher im Besitz der Familie Zipfel war und daher auch zeitweise Zipfelmathisenhof hieß. Als weitere Bauern regierten von 1771 an Christian Rombach, 1814 Jakob Rombach, der nach einem Brand 1834 das Hofgebäude wieder erstellt, 1854 für 5708 Gulden Mathis Rombach und nach 1890 Josef Rombach, der vor der Hofübernahme Pächter auf dem Falkenhof in Wagensteig war. Seit 1929 bewirtschaftet Pius Rombach den 29 Hektar großen Hof.
Breisgauer Nachrichten 29.7.1954

Der Scherthomashof

Eine wechselvolle Geschichte hat der einst Sickingische Hof hinter sich. Nach 1700 finden wir als Bauern Josef Scherer und seinen Sohn Mathias Scherer, Vogt. Dessen Tochter Gertrud heiratete um 1763 Thomas Steiert von Kappel. Ihm folgten 1801 Vogt Thomas Steiert und 1851 Andreas Steiert. Nach seinem frühen Tode veräußerte die Witwe den Hof an den Altbauern vom Scherpeterhof. Dieser verkaufte das Berghäusle mit Feld an den Waldhüter Rombach und einen Teil des Hofes mit 11 Juchert an Peter Steiert, den Bruder des letzten Bauern. Weitere Besitzer waren 1882 ein junges Mädchen, 1883 zwei Witwen, 1884 Leopord Kreutz, 1887 Leopold Hug und 1900 Pius Schlegel. 1913 kauft Josef Würmle den Hof, den seit 1932 Leo Würmle führt.
Nach der Überlieferung soll einst der Grundhof (22 Hektar) als Berghäusle zum Scherthomashof gehört haben. Doch ist der Grundhof schon seit 300 Jahren selbständig und im Eigentum der Familie Faller.
Der Bauer Thomas Steiert hatte schon mit 28 Jahren das sickingische Vogtamt erhalten. Als 1811 die Klostervogteien Eschbach und Rechtenbach und die sickingische Vogtei zur Gemeinde Eschbach vereinigt wurden, ward Thomas Steiert auch bis 1815 erster Ortsvogt von Gesamteschbach. Allerdings erwies sich später die Zugehörigkeit der fünf Rechtenbacher Höfe als zu ungeeignet. Der Ortsteil Rechtenbach wurde daher 1890 an die Gemeinde Stegen gegen den Reckenberg abgetreten. Da aber Eschbach 196 Hektar abgab und nur 19 Hektar erhielt, erstattete Stegen 1908 eine einmalige Entschädigung von 7000 Mark.
Breisgauer Nachrichten 10.11.1954

Der Berlacherhof

Im Dreißigjährigen Krieg saß auf dem Berlacherhof Fridlin Wagner. Nach seinem Tode vermachte die Witwe den Hof ihrer Nichte Magdalena Schneider, verheiratet mit Georg Zipfel aus Breitnau, der 1653 das Gut übernahm. Der Berlacherhof, der zur Herrschaft Sickingen gehörte, blieb im Besitz der Familie Zipfel, bis um 1735 Mathis Zipfel Bauer wurde. Er pachtete 1736 den benachbarten Mooshof, erwarb diesen und tauschte ihn 1746 gegen das Benisgut ("Löwen"). Den an der Stegener Gemarkungsgrenze gelegenen Berlacherhof veräußerte Mathis Zipfel an Mathis Volk von Kirchzarten. Dessen gleichnamiger Sohn, der 1815 die Tochter des Rindfußwirtes in Kirchzarten heiratete, führte zugleich eine Schmiede. Der Sohn Heinrich Volk konnte als Bauer den verschuldeten Hof nur noch zwei Jahre halten. Im Jahre 1853 kaufte der Löwenwirt Peter Rombach das Gut, das er fünf Jahre später seiner Tochter Walburga überließ. Diese war verheiratet mit dem Thomasbauer Josef Rombach in Stegen, der 1884 auf den Reckenhof tauschte und insgesamt 38 Jahre Bürgermeister von Stegen war. Sein Sohn, der Reckenhofbauer Albert Rombach, verkaufte 1912 den Berlacherhof (fünfzehn Hektar) an Engelbert Spitz von St. Peter, der ihn 1948 seinem Sohn Max Spitz übergab.
Der Bauer und Schmiedmeister Mathias Volk, dessen Falschmünzerschicksal noch heute der Volksmund erzählt, hatte 1840 von seinem Hofgut ein Wohnhaus mit 13 Morgen Feld abgetrennt und an den Wagner Georg Tritschler für 4000 Gulden verkauft. Weitere Besitzer des Berlacherhofs II wurden jeweils durch Einheirat 1849 Josef Schweizer vom Bammertenhof, 1871 Ferdinand Scherer vom Gabelsgütle und 1910 Karl Schuler vom Salzhof. Das Hofgebäude ist nach dem Brand von 1899 neu aufgebaut worden.
Breisgauer Nachrichten 13./14.8.1955

Der Peterbauernhof

Bis zum Jahre 1806 gehörten die Eschbacher Bauernhöfe unter die Herrschaft des Klosters und der Burg Wiesneck. Schon im Grenzbeschrieb von 1112 ist Eschbach im Klosterbesitz eingeschlossen und darf somit als eine Lehensgabe der Herzöge von Zähringen angesehen werden. Die Herrschaft Wiesneck war nach manchem Wechsel an die Edlen von Landegg übergegangen, sie wurden 1603 durch die Freiherren von Sickingen, die im Schloss zu Ebnet wohnten, abgelöst. Von den sieben wiesneckischen oder sickingischen Höfen, die mitten zwischen den Klosterhöfen lagen, war der Peterhof mit 3 1/4 Lehen der größte. Bereits 1558 ist Hans Ibers Witwe als Bäuerin genannt, und auch 150 Jahre später besaß die Familie Iber noch den Hof. Peter Ibers Tochter Kathrin heiratet um 1712 Peter Ruh vom Baldenweg, 1761 folgt als Bauer Georg Ruh, 1797 Martin Ruh und 1823 Josef Ruh. Da sich der Sohn Georg Ruh als Uhrmacher in London etablierte und eine Oberfeldwebeltochter heiratete, übernahm 1869 die Tochter Theres Ruh den Hof und ehelichte Josef Ihringer von Stahlhof, der 1890 den Hof seinem Neffen Karl Ihringer überließ. 1901 kaufte Alois Läufer von seinem Schwager den Hof, zu dem einst der Recklemartinshof als Berghäusle gehörte; seit 1927 ist Bürgermeister Wilhelm Läufer Bauer.
Breisgauer Nachrichten 13./14.8.1955